Im Januar 2012:
DIE GEHEIMEN TAGEBÜCHER DER ANNE LISTER

ein Film von James Kent
UK 2010, 92 Minuten, deutsche Synchronfassung, FSK 12

Mit Maxine Peake, Anna Madeley, Susan Lynch, Christine Bottomley, Gemma Jones, Michael Culkin

In ihren geheimen Tagebüchern gibt sie sich als moderne, aufgeschlossene Lady zu erkennen, die aus ihrer Liebe für Frauen keinen Hehl macht: Miss Anne Lister (1791-1840). Anne Lister lebte in einer Zeit, in der eine offene gleichgeschlechtliche Beziehung nicht einmal ansatzweise denkbar war - und doch wollte sie nichts anderes. Die Grundbesitzerin aus Yorkshire verweigerte sich einer Vernunftehe und suchte stattdessen nach einer weiblichen Gefährtin. Vor der Öffentlichkeit musste sie ihre Lebensweise verbergen - anvertrauen konnte sie sich nur ihrem Tagebuch, das sie mit einem Geheimcode verschlüsselte. Fast zwei Jahrhunderte dauerte es, ehe der Code geknackt und ihre gut geschützten Aufzeichnungen veröffentlicht werden konnten.

Anne Listers intim-geheime Tagebücher sind die Grundlage für dieses fesselnde BBC-Drama, das die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer mutigen und modernen Frau erzählt. Die britische Presse stellte die Produktion auf eine Stufe mit den besten Jane-Austen-Verfilmungen und feierte Hauptdarstellerin Maxine Peake für ihre brillante schauspielerische Leistung.

    
 
 
 

 
Dezember 2011:
DAS TRAURIGE LEBEN DER GLORIA S.

ein Film von Ute Schall und Christine Groß
Deutschland 2011, 75 Minuten, deutsche Originalfassung, FSK 12

Nina Kronjäger, Christine Groß, Margarita Broich, Inga Busch, Susan Todd, Tina Pfurr u.a.

Filmregisseurin Charlotte hat eine künstlerische Krise - also will sie mal einen richtig politischen Film machen und tief in das Leben sozial benachteiligter Frauen eintauchen. Auf der Suche nach einer alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerin lernt sie Gloria Schneider kennen, die auf den ersten Blick ein ideal trauriges Leben zu führen scheint.

Was Charlotte nicht weiß: Gloria Schneider ist eine (mäßig erfolgreiche) Off-Theater-Schauspielerin, die beim Casting ihre wirklich prekär lebenden Mitbewerberinnen mühelos mit einer falschen Lebensgeschichte an die Wand spielt und sich Charlotte schnell als Idealbesetzung empfiehlt.

Aber wirklich gut geht es Gloria tatsächlich nicht: das Geld ist knapp, die Freundin genervt und ihre Theatergruppe alles andere als talentiert. Gloria braucht diesen Film und Charlotte eine traurige Heldin - also wird gedreht, bis der Schwindel auffliegt...

DAS TRAURIGE LEBEN DER GLORIA S. ist eine durchgeknallte, bitterböse Komödie über starke Frauen in der Krise, zwischen Glamour und Hartz IV, Kunst und Katastrophen, schlechtem Theater und dem harten Leben. Die Regisseurinnen Ute Schall und Christine Groß wissen als Mitglieder der Filmgruppe hangover ltd.* und des Ensembles von René Pollesch an der Berliner Volksbühne genau, wovon sie erzählen!

   

  
 
 
 

 
November 2011:
FJELLET - DER BERG

ein Film von Ole Giæver
Norwegen 2011, 73 Minuten, norwegische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK 0

mit Ellen Dorrit Petersen, Marte Magnusdotter Solem


Vor zwei Jahren starb Vetle, der fünfjährige Sohn von Nora und Solveig, bei einer Bergtour. Seit dieser Zeit lastet die Trauer über seinen Tod auf ihrer Beziehung. Nora, die leibliche Mutter des Kindes, ist im Schmerz über den Verlust immer bitterer geworden. Obwohl Solveig Vetle ebenso geliebt hat wie sie, stellt Nora die Aufrichtigkeit von Solveigs Trauer zunehmend in Frage. Bei Solveig hat der Tod des Kindes vieles in Bewegung gebracht. Ein Leben ohne Kind kann sie sich nicht mehr vorstellen. Aber wie würde Nora darauf reagieren? Würde ihre Beziehung zerbrechen, sollte Solveig ein Kind bekommen? Gemeinsam begeben die Frauen sich auf eine Reise zu dem Berg, an dem ihr Kind starb. Die Reise, hofft Solveig, wird einen Selbstfindungsprozess in Gang setzen, an dessen Ende sie besser mit sich und ihrer Trauer umgehen können und vielleicht auch eine Perspektive für die gemeinsame Zukunft finden.

Doch was so einleuchtend klingt, erweist sich als schmerzhafter Prozess, bei dem nach und nach herausbricht, was sich an Verbitterungen, Kränkungen und Ängsten in den beiden angestaut hat. Je näher die Frauen dem Unglücksort kommen, desto auswegloser scheint ihre Beziehung dem Ende entgegenzutreiben. Jede Nacht rollen Nora und Solveig ihre Schlafsäcke nebeneinander aus, jeden Morgen geht es wieder weiter. Wird Nora einen Weg aus ihrer Trauer finden, und werden die beiden Frauen es schaffen, ihre Beziehung zu retten?

   

 
  
 
 
 

 
Oktober 2011:
THE FOUR-FACED LIAR - LIEBE FINDET IHREN WEG

ein Film von Jacob Chase
USA 2010, 87 Minuten, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK 12

mit Marja Lewis Ryan, Emily Peck, Todd Kubrak, Daniel Carlisle, Liz Osborn

Trip und Bridget haben zusammen eine schicke WG im New Yorker West Village. Trip ist zwar mit Chloe zusammen, aber mit der Treue nimmt er es nicht so genau. Bridget sortiert ihre weiblichen Dates nach Wochentagen, da sie sowieso nur eine Nacht bleiben. In ihrer Lieblingskneipe THE FOUR-FACED LIAR treffen die beiden eines Abends Molly und Greg, ein eher konservatives Paar, das gerade erst nach New York gezogen ist.

Trip und Greg lieben Football und werden Kumpels, Molly und Bridget lieben die englische Literatur des 19. Jahrhunderts und werden plötzlich und unerwartet ein Paar. In der Clique, die sich gerade erst gefunden hat, bricht jetzt das Chaos aus: Molly ist plötzlich in eine Frau verliebt, Bridget überlegt, ihre erste ernsthafte Beziehung einzugehen und Trip muss sich entscheiden, ob er auf Bridgets oder auf Gregs Seit steht…

Zu der der tragikkomischen Großstadt-Romanze hat Marja-Lewis Ryan, die Darstellerin der Bridget, selbst und mit viel Gespür für die Gefühlslagen heutiger 20-Somethings das Drehbuch geschrieben.

   

 
  
 
 
 

 
September 2011:
GIGOLA

ein Film von Laure Charpentier
Frankreich 2010, 102 Minuten, deutsche Synchronfassung, FSK 16

mit Lou Doillon, Eduardo Noriega, Marie Kremer, Rossy De Palma

im Verleih der PRO-FUN MEDIA

Anzug mit Krawatte und Kummerbund, Spazierstock mit silbernem Schlangengriff: Das ist Gigola, alias Georgia, die eigentlich Ärztin werden wollte. Nach dem Verlust ihrer großen Liebe Sybil verschlägt es sie in die Pariser Subkultur der Sechziger, in eines der damals angesagten Damen-Cabarets an den Hügeln des Montmartre nach dem Vorbild des berühmten "Le Monocle". Dieses "Künstler"-Etablissement ist nächtliches Refugium für gesellschaftliche Außenseiter aller Art - Transen und Huren, Knastbrüder und Luden, Femmes und Garçonnes. Hier fließen Champagner und Bourbon in Strömen; jede und jeder kann sich zeigen, wie sie sind oder gerne sein möchten.

Gigola inszeniert sich als Dandy und lässt sich von Odette, einer reichen Dame aushalten - gegen die eine oder andere sexuelle Dienstleistung. Immer geschniegelt, immer kontrolliert lässt Gigola niemanden wirklich an sich heran. Dass ihr Vater ein opiumsüchtiger Möchtegern-Schriftsteller ist und ihre Mutter für den Mann alles aufzugeben bereit ist, verstärkt die heimliche Depression des Szenestars. Erst die 20 Jahre ältere Psychiaterin Alice schafft es, die Mauer zu durchbrechen, die Gigola um ihr Herz aufgerichtet hat. Doch Alice hat nicht den Mut, ihr Dasein über den Haufen zu werfen, in dem sie es sich bequem eingerichtet hat. Gigola versucht sich daraufhin für kurze Zeit am traditionellen Frauenbild … und scheitert grandios. Gigola bleibt also Gigola und kehrt in den Schoß ihrer wirklichen Familie, der lesbischen Subkultur, zurück.

Der gleichnamige Roman erschien im Februar 1972 in Frankreich und fiel sofort der Zensur zum Opfer. Erst 30 Jahre später, im Jahr 2002, wurde er wieder aufgelegt und jetzt von seiner Autorin als Film umgesetzt. Als Hommage an die lesbische Garçonne weiß er das Lebensgefühl der Demimonde, des "Milieus" der 60er-Jahre mit viel Stil und Gefühl zu vermitteln und erinnert dabei auch an Klassiker wie "Mädchen in Uniform" oder die Vita von Colette. Ganz gleich, wie verkracht die Existenzen in diesem stylischen Debüt mit seinen schmutzigen Chansons und lesbischen Striptease-Shows sein mögen - Gigola zeigt sie immer mit liebevoller Wertschätzung. Kein Wunder, denn die Autorin hat es selbst erlebt: Gigola ist ihre eigene Geschichte und die Charaktere sind nicht aus der Luft gegriffen. Als Gigola glänzt Lou Doillon, die bereits in Filmen von Agnes Varda und Jane Birkin zu sehen war. In weiteren Rollen: Eduardo Noriega als der Kleinkriminelle Tony und die Almodóvar-Actrice Rossy di Palma als Dominique.

Gigola ist wie ein Tauchgang in eine verblichene Zeit, die die lesbische Geschichte mit am stärksten geprägt hat. Und die Filmkritik reagiert fast wie seinerzeit auf den Roman: Mit Abscheu oder Begeisterung - eben kontrovers, wie die lesbische Subkultur immer gesehen wurde.

      

   

SILVER GIRALDILLO AWARD (beste Regie für den ersten Spielfilm)
Sevilla Festival de Cine Europeo 2010

 
 
 



Mai 2011:
L-KURZFILMNACHT
L-Shorts - Die Vierte

D, UK, SE, USA 2009 - 2010, 87 Minuten, dt. OF / OmU, FSK 12



Zwei Damen, die sich in der Paartherapie mal richtig gehen lassen, ein ziemlich pikantes Geburtstagsgeschenk, ein homophober Hai, eine Graffitikünstlerin, die von einer Polizistin verführt wird, die heißeste Hotline des PC-Fachhandels und mindestens zwei Möglichkeiten der Dildoverwertung - das alles und noch viel mehr erwartet die Zuschauerin der neuesten Folge unserer L-SHORTS!

FRISCHLUFT-THERAPIE von Christoph Scheermann, DE 2010, 6 Minuten
Wenn Kerstin und Petra in der Paartherapie mal so richtig Dampf ablassen, sollte der Therapeut besser mal kurz das Fenster öffnen. Was da abgeht, kann man ja auch wirklich niemandem erzählen.

HAMMERHAI (Hammerhead) von Sam Donovan, UK 2009, 14 Minuten
Der kleine Boris will den echten Hai von Bridlington sehen und außerdem seine Eltern wieder zusammenbringen. Auf dem Familientrip hatte er allerdings nicht mit der Geliebten seiner Mutter gerechnet. Ich sehe was, was du nicht siehst - eine Lesbe! Aber Hammerhaie haben ein sehr eingeschränktes Gesichtsfeld...

TOOLS 4 FOOLS von Kate A. Brandt, US 2009, 8 Minuten
Im Dildoland kann man seine gebrauchten Spielzeuge zur Wiederaufbereitung vorbeibringen. Damit können sich endlich alle Lesben Befriedigung leisten und außerdem lockt die Chance, Mitglied im Dildo-des-Monats-Club zu werden!

LADY POCHOIR von Petra Clever, DE 2010, 20 Minuten
Ivs Kunst liegt auf der Straße und ist nicht ganz legal. Dass die Polizistin Sascha ihr nachstellt, passt ihr also gar nicht. Aber auch die sexy Reporterin Lexy wird ihr ganz schön gefährlich. Ein krasser Tag in einer hektischen Stadt ist nichts für schwache Nerven...

TECHNISCHER KUNDENDIENST (Tech Support) von Erik Gernand, US 2009, 9 Minuten
"Ich bin hier, um Sie glücklich zu machen!" Klingt toll, ist aber nur der Standardspruch der Hotline-Lady. Als sie und ihre unzufriedene Kundin aber feststellen, dass sie beide Liebeskummer und auch sonst viel gemeinsam haben, wird ihr Gespräch ganz schön unprofessionell...

GEBURTSTAG (Födelsedag) von Jenifer Malmqvist, SE/PL 2010, 18 Minuten
Katarina hat Geburtstag und wünscht sich ein Kind. Ihre Frau Sara weiß das und hat ein besonderes Geschenk vorbereitet, mit dem sie allerdings zu spät kommt. Inmitten der von ihr selbst organisierten Party fühlt sie sich plötzlich isoliert.

ZIEH MICH UM! (You move me!) von Gina Hirsch, US 2010, 12 Minuten
Kumpelfreundin Dex hilft Tru, ihre Sachen bei der verführerischen Ex abzuholen. Das könnte wie geplant nur 45 Minuten dauern, doch leichter gesagt als getrennt. Schließlich hilft, was Tru sich immer wieder einredet: "Ich weiß, was ich wert bin! Ich bleibe standhaft! Ich esse kein Plastik!"

    

   
 
 
 



April 2011:
MEIN DOMINANTES LEBEN
(My Normal)

ein Film von Irving Schwartz
USA 2010, 77 Minuten, OmU, FSK 16 beantragt

mit Nicole LaLiberte, Ty Jones, Dawn Noel Pignuola, Naama Kates, Abdul Malik Abbott, Maine Anders, Jaquueline Hendy, Heath Kelts, Sanli Ozlen, Mark Saturno




Wenn Natalie (Nicole Laliberte) die Straßen der Lower East Side entlang schlendert und Frauen wie Jasmine (Dawn Noel Pignuola) in den heißesten Clubs der Stadt aufreißt, ahnt man nicht, dass sie eine der besten auf ihrem Gebiet ist. Natalie arbeitet als Domina und züchtigt Männer in High-Heels und knappen Lederoutfits. Zwischen den Sessions kifft sie mit ihren ebenfalls lesbischen Kolleginnen und Freund Noah in der Küche und träumt von einer Karriere als Drehbuchautorin.

Aber als ihr Traum wahr wird und sie zum ersten Mal am Filmset sitzt, beginnt ihr Leben aus den Rudern zu laufen. Kann Natalie ihrem Job, ihrer Passion und ihrer Liebe zu Jasmin gerecht werden? Vielleicht muss sie nur wieder anfangen wie eine Domina zu denken, um das Durcheinander in den Griff zu bekommen…
 
    Zuschauerpreis Bester Spielfilm
North Carolina GLBT Film Festival

  

"Verspielt und charmant!" (afterellen.com)
"Durch und durch amüsant." (EfilmCritic.com)
"Unglaublich sexy und unterhaltsam." (Philadelphia Q Fest)
"Eine altmodische romantische Komödie mit S&M Hintergrund." (Frameline)
 
 
 


März 2011:
A MARINE STORY

ein Film von Ned Farr
USA 2010, ca. 93 Minuten, OmU, FSK 12 beantragt
Im Verleih der PRO-FUN MEDIA

mit Dreya Weber, Paris Pickard

Die bemerkenswert durchtrainierte, sexy Schauspielerin und Akrobatin Dreya Weber (u.a. "GYMNAST - Bande der Liebe") spielt die hoch dekorierte Offizierin Alex, die völlig unerwartet aus dem aktiven Dienst des U.S. Marine Corps entlassen wird.

Ohne Perspektive und zurück in ihrer kleinen, konservativen Heimatstadt willigt Alex spontan ein, die frühreife, rebellische Teenagerin Saffron (Paris Pickard) zu trainieren und auf den rechten Weg zu bringen. Dabei kommen sich die beiden auch emotional immer näher, und Alex entwickelt sich für Saffron zu genau der geradlinigen, unnachgiebigen Autoritätsperson, die ihr bisher fehlte.

In bester "Karate Kid" Manier drillt Alex Saffron und gibt ihr die – nicht nur körperliche – Kraft, sich vom faulenzenden Teenager in eine starke junge Frau zu verwandeln, die bereit ist, die Herausforderung als Rekrutin in einem Boot Camp der U.S. Marines anzunehmen.

Doch nachdem Saffron erwachsen geworden und bereit ist, ihren Weg zu gehen, muss Alex all ihre Kraft zusammennehmen, um sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen… Kann die Beziehung der beiden den kommenden Herausforderungen standhalten?

A MARINE STORY von Ned Farr (GYMNAST - Bande der Liebe) wurde auf internationalen Filmfestivals bisher mehr als ein Dutzend Mal ausgezeichnet!

   

  
 
 
 


Februar 2011:
BLOOMINGTON

ein Film von Fernanda Cardoso
USA 2010, 83 Minuten, OmU, FSK 6

mit Allison McAtee, Sarah Stouffer, Katherine Ann McGregor, Erika Heidewald, Chelsea Rogers

Sie ist jung, klug, neugierig und voller Erwartungen: Jackie beginnt ihr erstes Jahr am College und möchte es all jenen zeigen, die sie nur als Ex-Kinderstar einer TV-Serie kennen. Als sie die Gerüchte über ihre umwerfend gut aussehende Professorin Catherine Stark hört, wird sie hellhörig: eine Ladykillerin? Eine lesbische Verführerin? Sie kann gar nicht erwarten, sie kennen zu lernen. Als es passiert, ist es bei beiden Liebe auf den ersten Blick - und die verbotene Affäre nimmt ihren Lauf.

Fernanda Cardosos Coming-Of-Age-Drama glänzt mit edlen Bildern, geschliffenen Dialogen und zwei großartigen Darstellerinnen: Newcomerin Sarah Stouffer spielt die Schülerin Jackie auf ihrem Weg zu einer selbstbewussten Frau und Ex-Model Allison McAttee (CSI, NIP/TUCK) die dominante Lehrerin, die ihre Sehnsüchte und Ängste hinter der Fassade einer emanzipierten Einzelkämpferin verbirgt.

"Hochglänzend und sehr unterhaltsam!" (Variety)

   

 
 
  
 
 
 


Januar 2011:
ROOM IN ROME

ein Film von Julio Medem
Spanien 2010, 109 Minuten, dt. Synchronfassung,
FSK 16 b.

mit Elena Anaya, Natasha Yarovenko, Enrico Lo Verso

Alba und Natasha begegnen sich vor einem Hotel in Rom und beschließen für eine Nacht ein Zimmer zu teilen. Schnell geben sie ihrer körperlichen Anziehung nach nur um festzustellen, dass die jeweils andere der Schlüssel zu etwas sein könnte, was lange unterdrückt gehalten wurde. Immer wieder loten sie in Gesprächen das Maß an Wahrheit aus, das in dieser flüchtigen Bekanntschaft angemessen ist und immer wieder geben die beiden sich einander hin, nur um zu merken, dass der Sex mehr und mehr zum Vorspiel für den eigentlich entscheidenden Seelenstriptease wird. Die Kamera verlässt das Hotelzimmer keine Minute, nur aus den Fenstern und über das Internet wird der Blick nach draußen gewagt. So bleibt der Blick stets auf das Innenleben der beiden Protagonistinnen gerichtet und es eröffnet sich ein faszinierend erotisches Kabinettstück über Intimität und Identität.

 
 
 
 
 
  
 
 
 


Dezember 2010:
DRIFTING FLOWERS

ein Film von Zero Chou
Taiwan 2008, 97 Minuten, taiwanesisches Original mit deutschen Untertiteln, FSK 12

mit Serena Fang, Yi-Ching Lu, Chih-Ying Pai, Sam Wang, Chao Yi-lan

Treibende Blüten – das sind im Film von Zero Chou drei Taiwanesinnen in verschiedenen Gegenden des Inselstaats: ein Kind, ein junges Mädchen und eine alte Frau, die im Strom des Lebens nach ihrer Identität suchen und deren Geschichten der Film in Form einer poetischen Erzählung kunstvoll miteinander verbindet. So wie die Zeit dahinfließt und vergeht, wie die Liebe kommt und geht, so gelangt auch die Suche der drei Protagonistinnen nach sich selbst niemals an ein Ende.

Zunächst entdeckt die achtjährige Meigo den bitteren Geschmack der ersten Liebe, als sie zufällig Zeugin wird, wie ihre blinde Schwester Jing die jungenhafte Akkordeonspielerin ihrer Band, Chalkie, küsst. So groß ist die Eifersucht des kleinen Mädchens, dass die Beziehung der drei daran zerbricht. Zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort kämpft Lily gegen ihre Alzheimer-Erkrankung und um die zerbrechliche Erinnerung an ihre Jugend. Als ihr alter Freund Yen zu Besuch kommt, tritt eine weitere Tragödie in ihr Leben – denn weil Yen an Aids erkrankt ist, verlässt ihn der Lebenswille. Doch Lilys Halluzinationen und Yens nachlassende Gesundheit stiften schließlich eine unerwartete Verbindung zwischen den beiden, die im Leben und in der Liebe daraufhin wieder einen Sinn entdecken. Und schließlich ist da noch Chalkie, zu einer Zeit bevor sie ihren Heimatort verließ und sich Jings Band anschloss. Damals, als sie noch zur Schule ging und ein verwirrter Teenager war, band sie sich den Busen ab, obwohl sie zu Hause deshalb als „knabenhaft“ gehänselt wurde. Erst ein Auftritt aus dem Stegreif gab ihrem Schicksal eine neue Wendung.

   

  
 
 
 


November 2010:
DIE L-KURZFILMNACHT
L-SHORTS, DIE DRITTE

Diese sieben neuen L-SHORTS sind nichts weniger als eine Achterbahnfahrt durchs lesbische Leben! Starke Geschichten, starke Frauen, überraschende Wendungen, verrückte Pointen und die nachdenklichen Momente dazwischen lassen keine Langeweile aufkommen und beweisen, wie großartig Kurzfilme sein können, wenn sie schnell auf den Punkt kommen! Dass Erotik dabei nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Bei Hayden zum Beispiel, die ihrem Midlife-Crisis-Vater einfach die heiße junge Freundin ausspannt (DIE TROPHÄE). Oder in der Berliner Liebesgeschichte zwischen der authentischen Louise und der etwas komplizierten, dafür um so glamouröseren Tessa (LIEBSTE PRINZESSIN LEBEN), die erst mal lernen muss, für das Glück bereit zu sein.

DIE TROPHÄE (Trophy)
ein Film von Karla Di Benedetto
USA 2008, 11 Minuten, OmU
mit Shayla Beesley, Stephanie Jones, Randa Walker

LIEBSTE PRINZESSIN LEBEN
Ein Film von Wolf Gresenz
D 2009, 22 Minuten, DF
Mit Emmanuelle Collinet, Juliane Schlosser

BABYSITTING ANDY
Ein Film von Patt Mills
CA 2007, 11 Minuten, OmU
Mit Tatum Knight, Thomas Michael, Linda Kash

DANI & ALICE
Ein Film von Roberta Marie Monroe
USA / CA 2005, 11 Minuten, OmU
Mit Yolonda Ross, Linda Branch, Guinevere Turner

KURZATMIG (Husk Meg I Morgen)
Ein Film von Aasne Vaa Greibrokk
NO 2010, 19 Minuten, OmU
Mit Thea Borring Lande, Nina von Arx

LEG DICH NICHT MIT TEXAS AN (Don't Mess With Texas)
Ein Film von Tricia Cooke & Carrie Schrader
USA 2008, 9 Minuten, OmU
Mit Emily Casey, Frances Cobb, Katharine Heller
Bester Lesbischer Kurzfilm: Lesbisch-Schwule Filmtage Hamburg 2009

NEBENAN
Ein Film von Luise Brinkmann
D 2009, 20 Minuten, DF
Mit Sinha Gierke, Henrike Krügener, Grete Melzer und Agnes Bethke

   

  

 
 
 


Am 29. Oktober 2010:
SPÄTE ENTSCHEIDUNG

Ein Film von Alain Tasma
Frankreich 2007, 100 min, französisches Original mit deutschen Untertiteln, FSK 12

mit Mireille Perrier, Rachida Brakni, Robin Renucci, Eric Elmosnino

Die Luft ist raus aus der Ehe, die Tochter längst erwachsen. Das Leben ist aber noch nicht vorbei. Nach über zwanzig Jahren Ehe fasst Marion einen mutigen Entschluss und verlässt ihre Familie. Als sie kurz darauf der schönen Antiquitätenhändlerin Claude mit den großen Augen begegnet, nähern sie sich zunächst einander an wie tagtäglich viele Frauen - mit Sympathie und ähnlichen Sorgen. Sie lachen zusammen über ihre Erfahrungen als Ehefrauen. Sie machen sich gegenseitig Komplimente über ihre gut in Schuss gehaltenen Körper. Erst auf einer gemeinsamen Reise stellt sich der Verdacht ein, es könne sich um romantische Liebe handeln, es ginge um Verlangen, Sinnlichkeit, gar Sex - und um all die Kämpfe einer regelrechten Amour Fou. Bin ich’s oder bin ich’s nicht? Diese Frage reißt die eher bürgerliche Marion in eine tiefe Verunsicherung. Coming Out, jetzt noch? Eine weitere späte Entscheidung steht an.

Der Spielfilm (Im Original „La Surprise - Die Überraschung“) über zwei Frauen, die die Liebe wieder entdecken, begeisterte in Frankreich das Publikum und die Presse. „Wieder einmal zeigt es sich, dass die Franzosen das mit dem Melodrama einfach am besten hinkriegen“, jubelte AfterEllen.com. Allein die beiden Hauptdarstellerinnen Mireille Perrier („Orly“) und Rachida Brakni („Barakat!“) sind das Drama wert!

Zuschauerpreis beim Internationalen Filmfestival Luchon.

   

  
 
 
 


Am 24. September 2010:
SŒUR SOURIRE - DIE SINGENDE NONNE

Ein Film von Stijn Coninx
Frankreich 2009, 124 Minuten, dt. SF, FSK 12 (beantragt)

Mit Cecile de France, Sandine Blancke, Chris Lomme, Marie Kremer u.a.

Ende der 1950er Jahre flüchtet die lebenslustige Jeannine vor dem Kontrollwahn ihrer Mutter und den Avancen ihrer besten Freundin Annie ins Kloster. Allerdings bleibt sie dort nicht lange schweigsam: mit ihrer Gitarre und ihren fröhlichen Liedern bezaubert sie erst ihre Ordensschwestern und dann die ganze Welt, denn ihr Hit „Dominique – nique – nique“ erobert in Windeseile trotz Elvis und den Beatles die Hitparaden. Jeanne macht als „Soeur Sourire“ (« Schwester des Lächelns ») Karriere und traut sich nun endlich, außerhalb der Klostermauern mit ihrer großen Liebe Annie zusammen zu leben.

Vielleicht waren das für eine eigensinnige junge Frau Anfang der 1960er zu viele emanzipatorische Schritte auf einmal – denn die Frauenbewegung und sexuelle Revolution kam erst ein paar Jahre später dazu, um den Einfluss von Kirche und gesellschaftlichen Moralaposteln auszuhebeln. Jeannes Weg zur ernsthaften Chansonsängerin und selbstbewussten Lesbe war ihrer Zeit weit voraus.

Der Spielfilm von Stijn Coninx erzählt die wahre Geschichte von Jeannine, der singenden Nonne, in wunderbaren Bildern und hat mit der bezaubernden Cécile de France die absolute Idealbesetzung gefunden. Das Drehbuch schrieb unter anderem Chris Vander Stappen, die schon die Publikumshits MEIN LEBEN IN ROSAROT und WO WAREN WIR FRAUEN, ALS DIE MÄNNER ZUM MOND FLOGEN? auf die Leinwand zauberte.

   

  
 
 
 


CSD-Sonder-Screening:
RIPARO - ZU HAUSE

Ein Film von Marco S. Puccioni
Italien 2007, 100 Minuten, OmU, FSK 16

Mit Maria de Medeiros (Pulp Fiction), Antonia Liskova, Mounir Quadi, Vitaliano Trevisan, Gisella Burinato

Als sie aus ihrem Nordafrika-Urlaub zurückkehren, machen Anna und ihre Partnerin Mara eine überraschende Entdeckung: ohne es zu wissen, haben sie Anis, einen marokkanischen Teenager, im Kofferraum nach Italien mitgenommen.

Die hilfsbereite Anna nimmt Anis auf und verhilft ihm zu einem Job in ihrer Fabrik, in der auch Mara arbeitet. Es entsteht ein prekäres Dreiecksverhältnis: ein von seiner Umwelt nicht akzeptiertes lesbisches Paar und ein illegaler Einwanderer, eine Chefin und ihre beiden Angestellten, denen sie ein Zuhause gewährt. Gemeinsam versuchen Sie sich Halt zu geben, doch mehr und mehr zerbricht das fragile Gefüge. Denn Anis ist kein Kind mehr – sein Flirt mit Mara bringt das Gleichgewicht in der Beziehung der beiden Frauen ins Wanken.
 
 
 
 

   

  
 
 
 


im Mai 2010:
UNTERWEGS MIT KATHY K.

Ein Film von Nancy Kissam
USA 2008, 88 Minuten, OmU, FSK 16

Mit Laura Harring (Mullholland Drive), Jill Marie Jones, Oded Fehr, Ashley Duggan Smith

Ein Lesbisches Roadmovie zwischen "Thelma und Louise" und "Little Miss Sunshine"

Anora Fleece (Laura Harring) führt ein ödes Leben. Irgendwo im Niemandsland von Oklahoma verbringt sie ihre Tage damit, ihren Mistkerl von Ehemann und ihre respektlosen Bälger zu versorgen. Einziger Trost sind ihr die Tagträume über Liebesromanzen, die so gar nichts mit ihrer schlimmen Ehe gemeinsam haben.

Da schneit die neue afro-amerikanische Nachbarin Imogene Cochran (Jill Marie Jones), ihres Zeichens Kosmetikberaterin, auf einen Kaffee herein. Sie freunden sich an - sehr zum Ärger von Anoras rassistischem Ehemann Cheb. Und die beiden Frauen finden bald heraus, dass sie mehr verbindet als Kaffee und gute Nachbarschaft. Für Anora ist die lebhafte Imogene die Liebe ihrer Träume!

Bevor die Frauen ihre leidenschaftliche Romanze aber im Schlafzimmer so richtig ausleben können, kommt ihnen leider Cheb in die Quere. Pech - für ihn! Denn es kommt zum Showdown mit Pistole, bei dem er versehentlich von Anora erschossen wird. Jetzt bleibt den Frauen nur noch, die Leiche im Kofferraum von Imogenes purpurnen Cadillacs zu verstauen, die Kinder Tabby und Little Pete einzupacken und die Stadt zu verlassen. Es folgt ein witziges Roadmovie der skurrilen Art mit überraschenden Wendungen.

Nancy Kissams erster Langfilm ist eine übermütige schwarze Komödie voller origineller Einfälle. So wird ein Großteil des Films aus der Perspektive von Anoras Tochter Tabby erzählt und mit Comiczeichnungen illustriert. "UNTERWEGS MIT KATHY K." wurde beim diesjährigen Miami Gay and Lesbian Filmfestival als Bester Spielfilm ausgezeichnet.

   

  
 
 
 


im April 2010:
WO WAREN WIR FRAUEN, ALS DIE MÄNNER ZUM MOND FLOGEN?
(Que faisaient les femmes pendant que l'homme marchait sur la lune?)

Ein Film von Chris Vander Stappen
BE/CA/FR/CH 2000, 102 Minuten, OmU, FSK 0

Mit Marie Bunel, Hélène Vincent, Tsilla Chelton, Mimie Mathy, Macha Grenon, Christian Crahay

Am 10. Juli 1969, kurz bevor der erste Mann den Mond betritt, will Sacha endlich ihrer Familie die Wahrheit sagen und damit alle in sie gesetzten Hoffnungen zerstören: Sie hat ihr Medizinstudium geschmissen und liebt eine Frau.

Aber vor Ort, in Brüssel, mitten auf der Willkommens-Party, die ihre überglückliche Mutter für sie ausgerichtet hat, kriegt Sacha kalte Füße und verpasst den richtigen Moment. In den Tagen darauf reiht sie sich wie früher ein in die warmherzige, aber völlig chaotische Routine ihrer Familie, in der eine unermüdliche Heiterkeit und permanentes Gequatsche jeden Versuch eines ernsthaften Gesprächs im Keim erstickt. Dennoch merkt Sacha bald, dass sie nicht das einzige Familienmitglied mit einem Geheimnis ist. Und sollte der Mensch es wirklich schaffen, auf den Mond zu spazieren, dann wäre vielleicht auch diese Familie dazu in der Lage, sich endlich einmal der Realität zu stellen...

WO WAREN WIR... ist der erste Spielfilm der gefeierten Drehbuchaurtorin Chris Vander Stappen
("Mein Leben in Rosarot"). Auch der aktuell von ihr geschriebene Film SOEUR SOURIRE begeistert gerade weltweit das Publikum der Filmfestivals.

"Ein gewagter Debütfilm, verschmitzt, warmherzig, grausam und dann wieder zärtlich, von einem völlig ausgelassenen DarstellerInnen-Ensemble präsentiert." (L'Annuel de Cinéma)

   

  
 
 
 


im März 2010:
PRECIOUS - DAS LEBEN IST KOSTBAR
Ein Film von Lee Daniels
USA 2009, 109 Minuten, deutsche Synchronfassung, FSK 12


mit Gabourey Sidibe, Mo’Nique, Paula Patton, Mariah Carey und Lenny Kravitz

Der stärkste Frauenfilm des Jahres! - Ausgezeichnet mit zwei OSCARS®

PRECIOUS – DAS LEBEN IST KOSTBAR ist die berührende Cinderella-Story über ein afroamerikanisches Mädchen mit etwas breiteren Hüften als üblich. Zutiefst gedemütigt, aber voller Energie, bietet sie dem Leben die Stirn. Hinter ihrer Fassade brodelt die Fantasie eines Mädchens, das mit wahnwitzigem Humor und stolzer Aufmüpfigkeit gewappnet ist. PRECIOUS ist wie ein funkelnder Diamant: klar, hell und unglaublich hart. Mutig und kompromisslos, ein modernes Märchen über ein Mädchen, das vor Lebenslust, Hoffnung und Schmerz fast zu platzen scheint.

PRECIOUS ist ein Film mit einer schwarzen Seele und dem funky Sound direkt aus den Straßen Harlems der 1980er Jahre. Eine wilde Reise aus der Dunkelheit ans Licht. Manchmal muss ein Film ganz unten beginnen, um mit einem absoluten Hochgefühl enden zu können - Regisseur Lee Daniels serviert eine mutige und ungewöhnliche Mischung aus kompromisslosem Realismus, grellem Melodram und abgedrehtem Humor – gepaart mit surrealen Traumszenen, in denen sich Precious als Popstar oder Supermodel und als schlanke, begehrenswerte, weiße Frau sieht. Basierend auf dem Bestseller „Push" von Sapphire, produziert von Oprah Winfrey, der Talk-Lady des amerikanischen Fernsehens, inszeniert von Lee Daniels, dem Produzenten von „Monster‘s Ball“. Mit Newcomerin und Amerikas neuem Liebling Gabourey Sidibe und der Komödiantin Mo’Nique. Dazu eine mehr als überraschende Mariah Carey, die man so noch nie gesehen hat, und der Musiker Lenny Kravitz in einer ganz untypischen Besetzung.

PRECIOUS ist der Überraschungserfolg in Amerika und wurde mit den wichtigsten internationalen Kritiker- und Publikumspreisen ausgezeichnet. Nach dem Gewinn der Publikumspreise in Sundance, Deauville und Toronto wurde er dreifach für den Golden Globe® nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin), und Mo’Nique erhielt neben dem Spezial-Preis der 6 Jury in Sundance vor Kurzem einen Golden Globe® als Beste Nebendarstellerin. Zudem ist PRECIOUS vierfach für den BAFTA und gleich sechsmal(Bester Film, Beste Regie, Beste Schauspielerin, Beste Nebendarstellerin, Bester Schnitt, Bestes adaptiertes Drehbuch) für den OSCAR® nominiert.



  
 
 
 


im Februar 2010:
ALLES WIRD GUT
Ein Film von Angelina Maccarone
D 1998, 88 Minuten, dt. OF, FSK 12

mit Kati Stüdemann, Chantal De Freitas, Isabella Parkinson (Hamlet X), Pierre Sanoussi-Bliss (Zurück auf Los!), Aglaia Szyszkowitz (Das Sams), Uwe Rohde

Nabou hat nur eines im Kopf: Sie will ihre Ex-Freundin Katja zurück. Dafür nimmt sie sogar den Job als Putzhilfe bei der Yuppie-Frau Kim an, die ein Stockwerk unter Katja wohnt. Der Rest lässt sich dann schon irgendwie deichseln, glaubt Nabou. Mit der coolen, pedantischen Karrierefrau Kim verbindet die arbeitslose Lebenskünstlerin nur die Hautfarbe, entsprechend oft kracht es zwischen den beiden. Nabou stört das wenig, denn sie ist hauptsächlich hinter ihrer Exfreundin her. Erst als sie am Ziel ist, bemerkt sie, dass es gar nicht Katja ist, die sie will…

Die Idee zu Alles wird gut kam Angelina Maccarone beim Dreh ihres ersten Films Kommt Mausi raus?!. Damals konnte sie keinen afro-deutschen Charakter in ihrem Film durchsetzen - also sind diesmal die vier wichtigsten Figuren afro-deutsch. Aber Alles wird gut ist kein gesellschaftspolitisches Betroffenheitskino . Angelina Maccarone hat Humor und ihre Figuren erst recht. Also ist diese Komödie über den alltäglichen Rassismus völlig unverkrampft geraten. Auch politisch korrekt kann sehr witzig sein!

   

  
 
 
 


im Januar 2010:
DIE L-KURZFILMNACHT

Im Januar kamen alle Fans von Kurzfilmen voll auf Ihr Kosten, als es in der L-Filmnacht wieder einmal hieß: "kurz & gut"! Diesmal gab es acht Festivalhighlights, die das lesbisches Leben von seiner witzigen, romantischen, aber auch nachdenklichen Seite zeigten.

Die Palette reicht vom lesbischen Musical über die Frage: "wie bringe ich ES meiner Mutter bei?", von einer modernen Aschenputtelvariante bis hin zur kurzen, aber heftigen Sexcomedy. Der beste Film des Abends ist wahrscheinlich der mit der Bronzemedaille des Studenten-Oscars ausgezeichnete Pitstop von Melanie McGraw (die bereits in der ersten L-Kurzfilmnacht mit Ihrem Film Coif überzeugen konnte). Darin wird die junge Maggie an einer Tankstelle mitten in der Wüste vergessen und trifft eine Frau, die ihr Leben verändert - ganz großes Kino in unter 30 Minuten!

 
 
 
Die Filme:

1. How do I say this? I'm gay!
Ein Film von Michael Bodie und Silas Howard
(USA 2007, 5 Minuten)

2. Tanz ins Glück
Ein Film von Barbara Seiler
(Schweiz 2008, 16 Minuten; z.T. dt. OF/OmU)

3. Am Ende der Straße (Na koncu ulicy)
Ein Film von Jenifer Malmqvist
(Polen 2007, 14 Minuten; OmU)

4. Pit Stop
Ein Film von Melanie McGraw
(USA 2007, 14 Minuten; OmU)

5. Dyke Dollar
Ein Film von Laura Terruso
(USA 2009, 11 Minuten; OmU)

6. Easy Tiger
Ein Film von Alkmini Boura
(Schweiz 2008, 12 Minuten; dt. OF)

7. Buttery Top
Ein Film von Catherine Crouch
(USA 2008, 4 Minuten; OmU)

8. Im Sommer sitzen die Alten
Ein Film von Beate Kunath
(D 2009, 22 Minuten; dt. OF)

Gesamtspielzeit: 98 Minuten
 
 
 


im Dezember 2009:
DAS FISCHKIND
(El Niño Pez)

ein Film von Lucía Puenzo
AR, ES, FR 2009, 96 min, spOmdtU

mit Inés Efron, Mariela Vitale, Carlos Bardem, Arnaldo André, Julián Doregger, Sandra Guida

Lala lebt in einer der exklusivsten Wohngegenden von Buenos Aires und ist leidenschaftlich verliebt in Guayi, eine indigene 20-Jährige, die im Haushalt ihrer Eltern angestellt ist. Gemeinsam träumen die beiden Mädchen davon, in Paraguay zu leben, irgendwo an den Ufern des Lago Ypoá. Um dies Wirklichkeit werden zu lassen, klauen sie alles, was sich im Haus an Geld nur finden lässt. Ihre Beute sammeln sie in einem Schuhkarton. Doch als der Karton voll ist, entweichen aus ihm, wie aus der Büchse der Pandora, auch Verlangen, Eifersucht und Wut. Dies ist der Ausgangspunkt für eine Flucht über die Fernstraße, die den Norden von Buenos Aires mit Paraguay verbindet. Dort, am Ypoá, warten auf Lala allerhand mysteriöse Ereignisse, während Guayi in einer Jugendhaftanstalt festgehalten wird.
 
"Ein furchtbar hässlicher Hund, vollgepumpt mit Drogen, erzählt, wie zwei junge Mädchen aus Liebe zu Mörderinnen werden. Ein frecher, temporeicher, magischer Roman - THELMA UND LOUISE auf Argentinisch!" … heißt es in der deutschen Verlagsankündigung zu Lucía Puenzos Buch "Das Fischkind", das die argentinische Zeitung "Página 12" mit den Worten lobt: "Während der Lektüre wähnt man sich fast unweigerlich in einem Film." Es ist also nicht verwunderlich, dass die Autorin nach dem Erfolg ihres Filmdebüts XXY den eigenen Stoff für ihre zweite Regiearbeit gewählt hat.

  

   
 
 
 


im November 2009:
EMMA & MARIE
(Je te mangerais)

Ein Film von Sophie Laloy
F 2009, 96 Minuten, FSK 16

mit Judith Davis, Isild Le Besco, Johan Libéreau, Edith Scob

Marie zieht vom Land zu ihrer alten Schulfreundin nach Lyon, um am Konservatorium Klavier zu studieren. Die geheimnisvolle Emma übt auf sie eine große Faszination aus. Als sie ihr Avancen macht, lässt sich Marie darauf ein und verliert darüber die Kontrolle über ihr Studium. In der riesigen leerstehenden Wohnung von Emmas Mutter entbrennt zwischen den beiden Frauen ein Zweikampf zwischen Anziehung und Abstoßung, der für eine der beiden in einer Katastrophe endet.

EMMA UND MARIE ist das Regiedebüt von Sophie Laloy, dass sich kunstvoll und hintergründig zwischen Psychothriller und der Geschichte einer Amour fou bewegt. Die beiden Freundinnen werden großartig verkörpert von Schauspielstar Isild Le Besco (SADE, DIE UNSANFTE) und Newcomerin Judith Davis. In den Nebenrollen treten u.a. Johan Libéreau (DOUCHES FROIDES, LES TEMOINS) und Edith Scob (LES YEUX SANS VISAGE, VIDOCQ) auf.

   

  
 
 
 


im Oktober 2009:
KOMMT MAUSI RAUS?!

Ein Film von Alexander Scherer und Angelina Maccarone
Deutschland 1995, 88 Minuten, FSK 6

mit Julia Richter, Alexandra Wilcke, Nina Weniger, Inga Busch, Gisela Keiner, Florian Lukas, Konstantin Graudus, Florian Fitz

Kati, genannt "Mausi", ist lesbisch. Kein Mensch weiß das, und niemand soll es je erfahren, denn schüchtern ist Mausi auch. Notgedrungen verlässt die 20-jährige ihr westfälisches Heimatdorf, um in Hamburg so zu leben, wie sie es wirklich will. In Yumiko findet sie ihre große Liebe und energische Förderin. Weil Mausi nach wie vor ihre Homosexualität kaschiert, schickt Yumiko sie nach Hause mit dem Rat, wenigstens ihre Mutter einzuweihen. Der Rest sei ein Kinderspiel. Wirklich? Immerhin begegnet Kati in der Heimat auch ihrem ersten Schwarm.

 
 
 
 




   
 
 
  
 
 
 


im September 2009:
ELOISE

ein Film von Jesús Garay
Spanien 2009, 90 Minuten, FSK 12, spanisches OmU

mit Diana Gómez, Ariadna Cabrol, Laura Conejero, Bernat Saumell, Núria Hosta, Miranda Makaroff, Carles Sales, Jaume Madaula, Carolina Montoya

Im Verleih von PRO-FUN MEDIA

  

Die 18-jährige Asía liegt im Krankenhaus. An ihrer Seite die besorgte Mutter und der liebevolle Freund. Doch der konventionelle Schein trügt. Rückblenden erzählen von Asías Leben vor dem Unfall: Ihre Freundinnen genießen das neue Leben als Studentinnen in vollen Zügen – shoppen, trinken, lästern, knutschen. Asía findet das alles recht nett. Wie auch ihren neuen Freund, Nathaniel.

Erst als die unverfrorene, kunstbegabte Eloïse in ihr Leben tritt, begreift Asía, was ihr bisher gefehlt hat: Kunst, Schönheit, verrückte Ideen, tiefschürfende Gespräche und schließlich … Leidenschaft! Malerisch inszeniert, mit hinreißenden Hauptdarstellerinnen und voll erotischer Spannung schildert dieses feinfühlige katalanische Filmjuwel die Geschichte einer ersten Liebe in einer perfekten Balance zwischen Romantik und Kompromisslosigkeit.

  

 
 
 


im Mai 2009:
DIE L-KURZFILMNACHT

CA, USA, FR, NL 2001 - 2008, 99 Minuten, OmU

  

Wieder einmal heißt es "kurz & gut" in der L-Filmnacht. Diesmal gibt es sechs Festivalhighlights, die lesbisches Leben sexy, romantisch, frech und knackig auf den Punkt bringen können.

Ob es um Kontaktanzeigen geht, um einen 70. Geburtstag, um die Frage, wie man ohne Männer Kinder bekommt, um eine erste Liebe, zu der ein kleiner Esel einen entscheidenden Beitrag liefert, um zwei Nachbarinnen, die völlig aufeinander abfahren oder ein liebeskrankes Überfallopfer - selten wurde lesbisches Leben so turbulent und in Szene gesetzt. Neue Filme aus dem Programm der Edition Salzgeber, mit Liebe und Verstand für die 5. L-Kurzfilmnacht ausgewählt - seid dabei!

 
 
 


im April 2009:
GHOSTED

Ein Film von Monika Treut
D/Taiwan 2009, 89 Minuten, dt./engl./chin. OF mit dt. UT

mit Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu, Jana Schulz

Eine mysteriöse, außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen und zwei Städten.

Der ungeklärte, gewaltsame Tod ihrer taiwanesischen Geliebten Ai-ling (Huan-Ru Ke) bringt die Hamburger Künstlerin Sophie Schmitt (Inga Busch) völlig aus dem Gleichgewicht. Sie widmet ihr eine Video-Installation, die auch in Taipeh gezeigt wird.

Während der Eröffnung heftet sich eine geheimnisvolle Journalistin an ihre Fersen. Mei-li (Ting-Ting Hu) zieht Sophie sofort in ihren Bann. Einen Ausflug über die Nachtmärkte von Taipeh nutzt die forsche Mei-li, um die Trauernde zu verführen. Sophie weist sie brüsk zurück und reist überstürzt nach Hamburg ab.

Kurz darauf steht Mei-li unangekündigt vor ihrer Tür. Sophie, die sich zwar zu ihr hingezogen fühlt, aber Ai-ling nicht vergessen kann, nimmt Mei-li bei sich auf. Bis die Künstlerin feststellen muss, dass ihr Gast heimlich Ai-lings Tod recherchiert und Sophie herausfindet, dass eine Mei-li Wang weder für eine taiwanesische Zeitung arbeitet noch nach Deutschland eingereist ist. Wer ist die unheimliche Schöne?

 

   
 
 
 


im März 2009:
OUT AT THE WEDDING

Ein Film von Lee Friedlander
USA 2007, 96 Minuten, engl. OF mit dt. UT

mit Andrea Marcellus, Desi Lydic, Charlie Schlatter, Mike Farrell

  

Eine romantische Komödie über einen großen Tag und eine kleine Lüge.

Meine Familie ist tot! Mit dieser kleinen Lüge will Lexie Ihrem schwarzen jüdischen Verlobten nur Ihre konservative Südstaaten-Sippe ersparen. Also fährt sie stattdessen mit einem schwulen Freund zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester und schon denken alle Lexie sei lesbisch. Zurück in New York kündigt sich ihre Schwester Jeannie an und der kleinen Lüge folgend, engagiert Lexie die "echt" lesbische Risa. Aber wie Lesben eben so sind: Drama, Drama, Drama. Das Karussell der Verwicklungen dreht sich immer schneller. Die Schwiegereltern riechen Lunte und treten überraschend auf den Plan und zu allem Überfluss verguckt sich Mietfreundin Risa in die frisch verheiratete Jeannie...

Regisseurin Lee Friedlander begeisterte bereits talentiert und humorvoll mit "GIRL PLAY". Mit der überraschenden, ebenfalls schon preisgekrönten Komödie "OUT AT THE WEDDING" setzt sie noch eins drauf. Hier ist nichts, wie es sein sollte und doch alles fast perfekt - garantierter Spaß für die ganze "QUEER family"! Im Verleih der PRO-FUN MEDIA

 
 
 


im Februar 2009:
BORN IN FLAMES

Ein Film von Lizzie Borden
USA 1983, 79 Minuten, englische Originalfassung mit dt. UT

mit Honey, Adele Bertei, Kathryn Bigelow

Born in Flames spielt in der Zukunft - zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution in Amerika. Auch in diesem alternativen Amerika hat sich für Frauen nichts geändert; Unterdrückung, alltägliche Diskriminierung, sexuelle Übergriffe, Doppelbelastung - den Frauen reicht es. Sie verbünden sich quer zu sozialen, ethnischen, kul-turellen oder sexuellen Identitäten und nehmen den Kampf auf...

Der Film stellt die Frage, ob die Unterdrückung der Frauen jemals, in einem irgendwie gearteten sozialen System, ein Ende finden wird. Die Antwort ist eindeutig: die Frauen greifen zu den Waffen...

Keine trockene Geschichtsstunde, sondern mit viel Humor gewürzter Klassiker über Widerstand und Frauenpower.

 
Preise:
Internationale Filmfestspiele Berlin, Leserjury der Zitty
Créteil International Women's Film Festival, Grand Prix

"Lizzy Borden gelingt mit diesem Film ein kleines Kunststück - er ist beides: Dokument und Utopie zu-gleich. Er geht aus von der feministischen Bewegung und ihren Strukturen während der 1970er Jahre, und blickt insofern zurück. Aber er wagt auch einen Ausblick auf eine Zukunft, in der sich Frauen trotz ihr-er kulturellen, sozialen, ethnischen und sexuellen Unterschiede für ihre Ziele gemeinsam engagieren." Freiburger Lesbenfilmtage

"... als ich diesen Film sah, dachte ich nur: Wow, es geht um eine lesbische, feministische Revolution und die sprengen am Ende das World Trade Center in die Luft - das ist doch toll! Ich liebe diesen Film!"
Jamie Babbit (ITTY BITTY TITTEE COMMITTEE)

  

   
 
 
 


im Januar 2009:
BUTTERFLY - HU DIE

Ein Film von Yan Yan Mak
HK 2004, 124 Minuten, chinesische Originalfassung mit dt. UT

mit Josie Ho, Tian Yuan, Isabel Chan

Die Lehrerin Flavia hat sich arrangiert: Mit Mann und Kind führt sie ein unauffälliges Leben in Hongkong. Dass es mehr gibt, als nur die Ansprüche zu erfüllen, die Familie und Gesellschaft an sie stellen, überfällt sie mit ganzer Wucht, als ihr die selbstbewusste junge Sängerin Yip über den Weg läuft und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird: Als Schülerin hatte sie eine Beziehung mit ihrer besten Freundin, bis diese Nonne wurde. In Rückblenden erinnert sich Flavia an die erste große Liebe, Freiheit, Leichtigkeit, aber auch Eifersucht und die politischen Aktivitäten der Studentenunruhen in China 1989.

Eine wundervoll poetisch erzählte Geschichte über eine Frau in Hongkong, die Jahre nach dem Scheitern ihrer ersten großen Liebe, eine zweite Chance erhält. Hat sie diesmal den Mut, zu ihrer Liebe stehen und sich von den gesellschaftlichen Zwängen zu befreien?

"Butterfly" ist der zweite Spielfilm der Filmemacherin Yan Yan Mak, ein zeitgenössisches Märchen, das durch visuellen Reichtum, sinnliche Musik und eine reizvoll verwobene Geschichte zwischen früher und heute besticht.

Hong Kong Film Award für Tian Yuan

  

   
 
 
 


im Dezember 2008:
DIE VERBORGENE WELT

ein Film von Shamim Sarif
UK/RSA 2007/2008, OmU, FSK 16

Mit Lisa Ray, Sheetal Sheth, Parvin Dabas, David Dennis, Grethe Fox, Colin Moss

im Verleih von Pro-Fun Media



Im Café der eigensinnigen Amina gibt es gutes Essen und ein bezauberndes Lächeln. als Amina der ebenfalls aus Indien stammenden Miriam begegnet, die abgelegen auf dem Land in ihrer traditionellen Ehe versauert, fühlen sich die Frauen gleich stark voneinander angezogen. Bald hat sich die schüchterne Miriam, deren Rolle als Hausfrau und Mutter bisher vorgezeichnet schien, hals über Kopf verliebt. "Ich wünschte, ich wäre mehr wie du!" platzt sie einmal heraus. "Sei vorsichtig, was du dir wünschst!" warnt Amina. Denn die Idee, diese wirklich unerhörte Verbindung leben zu wollen, ist waghalsig...

Shamim Sharif ist mit DIE VERBORGENE WELT (The world unseen) ein Bravourstück gelungen: überzeugende Charaktere, Spannung, aber auch Humor und hinreißende Romantik. Dazu Einblicke in eine Ära und Kultur, die den meisten von uns sonst verborgen geblieben wären.


 
 
 


im November 2008:
TICK TOCK LULLABY

Ein Film von Lisa Gornick
GB 2007, 72 Minuten, OmU, FSK 16

mit Lisa Gornick, Joanna Bending, Sarah Patterson

Die Cartoonistin Sasha und ihre Freundin Maya sind ein unzertrennliches Paar - und genau im richtigen alter für Nachwuchs, wie sie finden. Voller Neid angesichts ihrer heterosexuellen Freunde, denen eine Schwangerschaft einfach so passieren kann, überlegen sie sich, wie sie selbst in Kind kriegen können, ohne dass das ein rein strategisches Manöver wird - und müssen bald einsehen, dass das alles nicht so einfach ist wie sie es gerne hätten. In Sashas Cartoons entwickeln selbst die heterosexuellen Konstellationen ein Eigenleben und es zeigt sich, dass es auch auf normalem Weg allerhand Probleme geben kann. So geraten Sasha und Maya in immer neue merkwürdige Situationen auf der Suche nach echten Muttergefühlen, die auf Sashas Zeichenbrett sofort real werden. Und immer weniger ist klar, ob ihre Empfindungen in die Cartoons mit einfließen, oder ob ihr Leben von den Cartoons beeinflusst wird…

Lisa Gornick (Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin des Films!) hat einen witzigen, originellen und sehr klugen Film über lesbische Muttergefühle gemacht, der ständig um den Widerspruch zwischen Lebensplanung und spontanen Gefühlen kreist und der auf außergewöhnliche Weise Spielfilm- und Animationsszenen vermischt. Kein Wunder, dass TICK TOCK LULLABY auf vielen Filmfestivals so erfolgreich war!


   
 
 
 


im Oktober 2008:
MEIN FREUND AUS FARO

ein Film von Nana Neul
D 2008, 87 Minute, deutsche Originalfassung

mit Anjorka Strechel, Lucie Hollmann, Manuel Cortez, Florian Panzner, Tilo Prückner


Als Mel (22) von der 14-jährigen Anhalterin Jenny für einen männlichen Portugiesen gehalten wird, ergreift sie die Gelegenheit, ihrem tristen Leben zu entkommen und erfindet sich neu. Als Identitätsgeber dient ihr der neue portugiesische Arbeitskollege Nuno. Jenny und Mel verlieben sich Hals über Kopf ineinander, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Lüge auffliegt…



 
 
 


im September 2008:
4. L-KURZFILMNACHT


Edition Salzgeber und L-MAG luden im September ein zur 4. Nacht der lesbischen Kurzfilme. In 14 Städten präsentierten wir mitreißende Festivalhits aus aller Welt zum ersten Mal in deutschen Kinos! Sexy, lesbisch, witzig und frisch - Kurzfilme für Frauen, die es in sich haben. In Berlin auch in Anwesenheit der Regisseure von FLAMENCO SUREALISTO, KIRSCHROT und HELDINNEN DER LIEBE.

Heldinnen der Liebe
Eddie
Flamenco Surrealisto
Kirschrot
Zu Hause (A domicilio)
The P-P-Pick Up
Antje & Wir
Premiere (Premieren)

 
 
 


im Mai 2008:
3. L-KURZFILMNACHT


Bevor es in die Sommerpause ging, versüßten acht preisgekrönte Kurzfilmhits der aktuellen Filmfestivals die heiße Wartezeit auf die nächste L-Filmnacht. Als exklusive Preview der DVD LIEBESPERLEN 4, die im August erscheinen wird, gabt es jetzt schon acht Kurzfilme, die lesbisches Leben auf den Punkt bringen! Frech, witzig, romantisch und sexy – und nicht nur filmisch eine Augenweide. Mit dabei: der Publikumsliebling der diesjährigen Berlinale KEIN BIKINI.

Cosa Bella (USA 2006, 15 Minuten)
Das Familientreffen - Family Re-Union (IS / USA 2007, 21 Minuten)
Mit Blumen im Park - Flores en el parque (ES 2006, 10 Minuten)
Letzter Ausweg - Last Exit (USA 2007, 15 Minuten)
Das erste Mal am Steuer - My First Time Driving (USA 2007, 18 Minuten)
Kein Bikini - No Bikini (CA 2007, 9 Minuten)
Welcher heiße Typ? - What Hot Guy? (USA 2006, 4 Minuten)
Privatleben - Private Life (UK 2005, 15 Minuten)

 
 
 


im April 2008:
JULIE JOHNSON

Ein Film von Bob Gosse
USA 2001, 90 Minuten

Mit Courtney Love, Lili Taylor und Misha Barton

Julie ist 31 und lebt mit ihren zwei Kindern und dem herrischen Ehemann in New Jersey. Ihr Alltag ist ein nicht enden wollender Kreislauf von Waschen, Putzen und Kochen. Freundin Claire überredet sie, einen Computerkurs zu besuchen. Mit der Zeit entwickelt sich Julie zu einem Physik-Genie – und mit wachsendem Wissen geht die Emanzipation einher. Eines Tages schmeißt sie ihren Ehemann schließlich raus, und Claire, angesteckt durch Julies Energie, zieht bei ihr und den Kindern ein. Schnell entwickelt sich aus den beiden Freundinnen ein Liebespaar. Doch während Julie bereit ist, frei und lesbisch zu leben, bleibt Claire auf diesem Weg zurück…


 
 
 

   
 
 

 
 
 


im März 2008:
MY SUMMER OF LOVE

Ein Film von Pawel Pawlikowski ·
GB 2004, 86 Minuten

Mit Natalie Press, Emily Blunt, Paddy Considine ·
mit Musik von GOLDFRAPP


Ein langer heißer Sommer, irgendwo in Yorkshire. Mona rollt mit ihrem motorlosen Mofa über die staubigen Landstraßen. Dort begegnet sie eines Tages Tamsin, die auf ihrem Schimmel ausreitet. Die beiden stammen aus verschiedenen Welten: Tamsin ist eine wohlbehütete Tochter aus gutem Hause: weit gereist, gebildet, selbstsicher. Gerade ist sie von ihrem teuren Privatinternat suspendiert worden, wegen des schlechten Einflusses, den sie auf andere hat. Mona dagegen ist seit dem Krebstod ihrer Mutter Waise, den Vater hat sie nie gekannt. Mit ihrem Bruder Phil lebt sie über dem heruntergekommenen Pub, den einst ihre Mutter führte. Früher ließ Phil nichts anbrennen: Raub, Einbruch, Schlägereien. Doch seit er aus dem Knast entlassen wurde und Gott entdeckt hat, ist er Mona fremd geworden - und sie noch verlorener. So unterschiedlich Mona und Tamsin auch sind, so sehr spüren sie eine Seelenverwandschaft. Zusammen sind sie stark und glücklich. Sie schwören, einander nie zu verlassen. Doch als die Eine sich darauf verlässt, spielt die Andere nur ein gefährliches Spiel.

 
 
 


im Februar 2008:
HIGHT ART

Ein Film von von Lisa Cholodenko ·
USA 1998, 101 Minutenn

Mit Ally Sheedy, Radha Mitchell


Die ehrgeizige Sid ist Redakteurin eines prominenten Foto-Magazins. Durch Zufall lernt sie ihre Nachbarin von oben kennen und betritt eine neue Welt: Lucy, eine ehemals erfolgreiche, drogensüchtige Fotografin, ist das Herz einer Szene-WG. Sie lebt mit ihrer Geliebten Greta und Arnie zusammen. Sid fühlt sich von Lucy angezogen, taucht in ihre Welt ein und versucht Lucy zu überzeugen, für ihr Magazin zu fotografieren.

Ein vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich von der Welt einer drogensüchtigen Lesbierin angezogen fühlt. Ally Sheedy, die längst dem „Breakfast Club“ entwachsen und gereift ist, beindruckt durch ihre schauspielerische Leistung. Ein Leckerbissen für das Arthouse Publikum.

„Die heißeste, leidenschaftlichste Romanze des Jahres!“ LOS ANGELES TIMES

„Eine erotische, intelektuelle Reise… Überwältigend!“ NEW YORK POST
 
 
 


im Januar 2008:
ITTY BITTY TITTY COMMITTEE

Ein Film von Jamie Babbit (Weil ich ein Mädchen bin) ·
USA 2007, 85 Minutenn

mit Melonie Diaz, Nicole Vicius, Carly Pope, Guinevere Turner

Eigentlich träumt Anna davon, Gender-Studies-Kurse auf dem College zu belegen. Doch stattdessen arbeitet sie in einer Klinik, die Schönheitsoperationen anbietet. Ihre Freundin hat sie sitzen lassen undIhre Familie nervt sie mit der Hochzeit ihrer Schwester.

Insgeheim träumt sie von einem wilden, selbstbestimmten Leben – da kommt ihr die hübsche Sadie gerade recht, die eines Nachts feministische Parolen auf die Wand der Schönheitsklinik sprüht und sie zu einem konspirativen Treffen der „C.I.A.“ einlädt. Die Abkürzung bedeutet „Clits in Action“ und steht für eine radikale Frauengruppe, die mit Schlagwörter wie „Fight the System“, „Riots not Diets“ und „Free your Clit, your Mind will follow“ Aktionen im männerdominierten öffentlichen Raum veranstaltet. Für Anna eine völlig neue, faszinierende Welt und vor allem Sadie ist für sie ein Grund, immer wieder zu den Gruppentreffen zu gehen. Nach und nach müssen die radikalen Frauen allerdings feststellen, dass ihre Aktionen nicht sehr erfolgreich sind, bis Anna schließlich die Idee zu einem grandiosen, revolutionären Akt, der der C.I.A. endlich die weltweite mediale Aufmerksamkeit bringen soll, hat ...

Die Story, die Jamie Babbit hier wie ein klassisches Hollywoodmärchen angelegt hat, transportiert eine politisch engagierte und komplexe Standortbestimmung des westlichen Feminismus. Ob es Ideale und Ziele gibt, für die man als Frau noch kämpfen muss – und ob man das eher innerhalb der bürgerlichen Institutionen macht oder in Form einer radikalen Gegenbewegung – all dies sind Fragen, die ITTY BITTY TITTY COMMITTEE auf witzige und auch selbstironische Art stellt.



Dazu passt, dass der Film eine reine Frauen-Produktion ist, entstanden mit Unterstützung der Non- Profit-Organisation POWER UP, die Frauen in der Medienbranche die Möglichkeit gibt, selbstorganisiert zu produzieren.

   
 
 
 


im Dezember 2007:
FINN'S GIRL

Ein Film von Laurie Colbert und Dominique Cardona
Kanada 2007, 88 Minutenn

Mit Maya Ritter, Chantel Cole, Brooke Johnson

Die Gynäkologin und Fruchtbarkeitsforscherin Dr. Finn Jeffries ist talentiert, erfolgreich – und verzweifelt.Nachdem ihre langjährige Lebenspartnerin gestorben ist, muss sie ihr Leben neu ordnen und sieht sich dabei ihrer größten Herausforderung gegenüber: die Erziehung der gemeinsamen elfjährigen Tochter Zelly.

Ihre Arbeit in einer Abtreibungsklinik und die Übergriffe der Abtreibungsgegner, mit denen sie tagtäglich konfrontiert ist, lassen ihr oft nicht die nötige Zeit für ihre Tochter. Zelly reagiert mit pubertärer Rebellion, verbringt ihre Zeit mit Kiffen und Schuleschwänzen und versteht die Welt nicht mehr, als Finn eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau anfängt.

Der Film der beiden kanadischen Regisseurinnen Dominique Cardona und Laurie Colbert ist spannend und romantisch zugleich. Eine moderne Studie lesbischen Lebensgefühls, der ein neues Bild von Familie und Mutterschaft wagt – und ganz lebensnah erzählt.

   


 
 
 


im November 2007:
MANGO KISS

Ein Film von Sasha Rice
USA 2004, 88 Minutenn

Mit Michelle Wolff, Danièle Ferraro

Verliebe dich nie in deine beste Freundin! An diesen existenziellen Grundsatz kann sich Lou nicht halten und gesteht ihrer Prinzessin Sassy nach einer langen Zeit des Verzehrens ihre Liebe. Die beiden kommen tatsächlich zusammen, haben aber panische Angst vor der Endstation Beziehung.

Fortan nehmen sie uns mit auf ihre erotische Entdeckungsreise durch die Welt der unbegrenzten Affären und Möglichkeiten, die die Szene von San Francisco zu bieten hat. Von S/M-Rollenspiel über Gruppensex bis zur “Spießerbeziehung” wird alles angetestet. Aber richtig glücklich macht die beiden ihre Offenheit nicht. Gibt es wirklich keine Möglichkeit für eine glückliche Lesbenbeziehung?

Sascha Rice begeisterte auf renommierten Festivals weltweit das Publikum mit dieser frischen und kurzweiligen Komödie, die einen augenzwinkernden Blick auf Beziehung, Verlangen und Freundschaft wirft.


   


 
 
 


im Oktober 2007:
FRAUEN IM JAZZ

Drei Filme von Greta Schiller und Andrea Weiss
USA 1986 – 89, 108 Minuten

In den 1940er Jahren gab es reine Frauenbands, die den besten Jazz ihrer Zeit gespielt haben.
Die INTERNATIONAL SWEETHEARTS OF RHYTHM mischten seit ihrer Gründung 1939 kräftig im Jazzgeschäft mit – als 16köpfiges Frauenpower-Orchester, das es bis in die größten Clubs von New York und Chicago schafften.

TINY & RUBY - HELL DIVIN' WOMEN: Musikerinnen wie die Trompeterin Tiny Davis oder die Drummerin Ruby Lucas teilten dabei nicht nur den Swing miteinander, sondern auch eine lebenslange Beziehung.

MAXINE SULLIVAN - LOVE TO BE IN LOVE: Sängerinnen wie Maxine Sullivan stiegen aus bescheidenen Verhältnissen zu den gefragtesten Jazz-Stars Amerikas auf.

Gretra Schiller und Andrea Weiss haben Maxine Sullivan, Tiny und Ruby und die noch lebenden ‚Sweethearts' getroffen und zu ihrer außergewöhnlichen Karriere befragt. Originales Archivmaterial gibt den Eindruck von Persönlichkeit und Mut der Musikerinnen und von der Faszination ihrer Auftritte. Spannende Biografien kommen zum Vorschein und eine besondere Künstlerinnenszene wird erstmals filmisch gewürdigt.



   
 
 
 


im September 2007:
ZWEITE L-KURZFFILMNACHT



Kurze Filme, lange Nächte, viel L-Gefühl! CinemaxX und die Edition Salzgeber laden ein zur 2. Nacht der lesbischen Kurzfilme: acht handverlesene internationale Filme aus dem Verleih Salzgeber – mit ironischem und lustvollem Blick auf das lesbische leben.

Mit den Filmen:
ENTREVUE (FR 1999, 9 Minuten)
MARS (D 2007, 15 Minuten)
FRIEDENSVERHANDLUNGEN – I Fred ( SE 2005, 14 Minuten)
D.E.B.S. ( USA 2003, 11 Minuten)
HOI MAYA (CH 2004, 12 Minuten)
NUR FÜR MITGLIEDER – Members only (USA 2007, 10 Minuten)
SUCCUBUS ( USA 2004, 24 Minuten)
SPINNING (NO 2006, 7 Minuten)

 
 
 


im August 2007:
ERSTE L-KURZFFILMNACHT



Kurze Filme, lange Nächte, viel L-Gefühl! CinemaxX und die Edition Salzgeber laden ein zur 1. Nacht der lesbischen Kurzfilme: Acht handverlesene internationale Filme aus dem Verleih Salzgeber – mit ironischem und lustvollem Blick auf das lesbische Leben.

Mit den Filmen:
Stuck von Jamie Babbit · USA 2001, 8 Minuten
Come on, Baby von Martin Strange-Hansen · DK 2004, 24 Minuten
Hartes Brot von Nathalie Percillier · D 2000, 7 Minuten
Coif von Melanie McGraw · USA 2004, 6 Minuten
Sonntag Morgen von Beate Kunath · D 2006, 7 Minuten
Outside von Jenn Kao · USA 2004, 22 Minuten
Reality check von Lea Schmidbauer · D 2004, 20 Minuten
4 p.m. von Samantha Bakhurst und Lea Morement · UK 2000, 15 Minuten